Alles begann mit einer Sprachnachricht. Am 9. September 2025 schickt sie Teresas Schwester an Davide. Am 16. Oktober feiern Teresa und Vincenzo fünfundzwanzig Jahre Ehe, und Teresa hat sich immer ein Bild nach ihrem Hochzeitsfoto gewünscht. Es war ein Versprechen: „Ich hatte ihr versprochen, dass ich ihr zum 25. dieses Geschenk mache, ich weiß nicht, ob sie sich daran erinnert! Aber sie wird es bekommen.“ Bis zum Jahrestag sind es gut fünf Wochen, und die erste Frage ist, ob die Zeit reicht.
Das Foto steckt in einem Familienalbum. Ihre Neffen holen es, während das Paar nicht zu Hause ist, denn das Geschenk soll eine Überraschung bleiben. Auf der Aufnahme stehen Teresa und Vincenzo auf der Piazza Plebiscito in Martina Franca, unterhalb der Treppe von San Martino, aus der Ferne fotografiert. Die Zeichnung rückt die Szene näher heran: das Brautpaar im Vordergrund, dahinter der Platz und der Uhrturm.

Die Entscheidungen fallen in wenigen Nachrichten. Papier statt Leinwand: Ein Ölbild wäre mit allen Arbeitsschritten und dem Monat, den es zum Trocknen braucht, bis zum 16. Oktober nicht fertig geworden. Farbe, nicht Schwarz-Weiß. Und ein klarer Strich, „weil meine Schwester ein sehr schlichter Mensch ist“.
„Mir gefällt die Idee, ihr die Erinnerung an dieses Foto in einer anderen Gestalt zu schenken, diesen Moment festzuhalten.“
Dann die Arbeit. Zuerst der Bleistift, dann die Farbe, Schicht für Schicht, mit der Lupe über den Gesichtern, dem Zifferblatt der Uhr und den Verzierungen des Portals. Das Werk ist in Mischtechnik auf Papier ausgeführt, 24 × 32 cm. Den Leitspruch wählt die Familie: Tempus fugit, amor manet, die Zeit vergeht, die Liebe bleibt. Davide schreibt ihn auf die Rückseite, neben den Titel, mit dem Datum 16. Oktober 2025.

Die Kopien des Fotos kommen am 11. September. Am 22. der erste Bleistiftentwurf, danach Fotos Schritt für Schritt, und am 7. Oktober ist das Werk fertig. Am 11. Oktober die persönliche Übergabe, fünf Tage vor dem Jahrestag. Am selben Abend kommt die Nachricht: „Ich habe das Geschenk übergeben. Es hat ihnen riesig gefallen.“
Auf Instagram erschien die Geschichte in sechs Etappen, vom 28. April bis 12. Mai 2026: die Nachricht, die beiden Teile des kreativen Prozesses, das fertige Werk, das Werk in seinem Raum.
„In un mondo fatto di AI, vedere un lavoro/opera fatta a mano, è ancora più entusiasmante!“
„Mi piace la freschezza del tratto e la purezza dei colori nella scelta rappresentativa dell’immagine degli sposi nella realistica emozione della loro unione.“
„La cura dei dettagli è fenomenale!“
„Love to see this come to life!“
„Non si può chiedere di meglio.“

So beginnt jede Auftragsarbeit: mit einer Geschichte, die es zu bewahren gilt.




